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Eröffnung
Mittwoch, 28. Oktober 2009 | 20 Uhr, CINEDOM
 | | "The Butcher's Shop" (Copyright: Philip Haas) |
The Butcher’s Shop
USA 2008, 35 mm, Farbe, 7’14’’, keine Dialoge, Deutsche Uraufführung
Regie, Drehbuch: Philip Haas. Kamera: Sean Bobbitt. Schnitt: Jodi Gibson. Ton: Richard King, Graham Ross. Musik : Angelo Badalamenti. Darsteller: Adam Burton, Tam Mutu, Ivan Putrov, Aaron Hunt, Lydia Bewley.
Im ersten Film einer “Fleischer, Drachen, Götter und Skelette“ betitelten Installationsreihe setzt Philip Haas sich mit einem barocken Meisterwerk der Genremalerei von Annibale Carracci auseinander. Haas zeichnet in aufwändigen, auf einer Doppelleinwand korrespondierenden Bildern zwei Welten, in der es um physische und ureigene Kraft geht: die Arbeit der Fleischer und die des malenden Künstlers. Gleichzeitig wirft er durch den bodenständigen Humor und die übertrieben heroischen Posen seiner Modelle einen fast amüsierten Blick auf Carraccis Ernsthaftigkeit. Spezialpreis beim Filmfestival Venedig 2008.
Philip Haas
Geboren 1954 in San Francisco, lebt in New York. Filmemacher und Künstler. Er führt bei sechs Kinofilmen Regie, darunter dem Oscar-nominierten Angels & Insects sowie Up at the Villa. Er dreht außerdem zehn Dokumentationen über bildende Künstler von David Hockney und Gilbert & George bis zur Malerei der australischen Aborigenes. Eine Ausstellung seiner fünfteiligen Filminstallation "Butchers, Dragons, Gods & Skeletons" lief im Kimbell Art Museum in Texas.
Filmografie (Auswahl):
2006: The Situation
2002: Lathe of Heaven
2000: Up at the Villa
1997: The Blood Oranges
1995: Angels and Insects
1993: The Music of Chance
1992: Gilbert & George: The Singing Sculpture (KunstFilmBiennale 2002)
1991: Magicians of the Earth: Kings Of The Water
1988: Stones And Flies: Richard Long in the Sahara (KunstFilmBiennale 2002)
 | | "Lebanon" (Courtesy: Celluloid Dreams) |
Lebanon
(Wiederholung: Sonntag, 01. November 2009 | 17 Uhr, Bundeskunsthalle Bonn)
IL/F/D 2009, 35 mm, Farbe, 90’, hebr. OmdU, Deutsche Uraufführung
Regie, Drehbuch: Samuel Maoz. Kamera: Giora Bejach. Schnitt: Arik Lahav-Leibovich. Ton: David Liss. Musik: Nicolas Becker. Darsteller: Yoav Donat, Itay Tiran, Zohar Strauss, Oshri Cohen, Michael Moshonov u.a.
Der erste Libanonkrieg, Juni 1982. Ein einzelner Panzer wird losgeschickt, um ein feindliches Dorf zu erkunden, das zuvor bereits durch die israelische Luftwaffe beschossen wurde. Was zunächst wie ein einfacher Auftrag klingt, gerät schrittweise außer Kontrolle und entwickelt sich in eine Todesfalle, in einen grausamen Alptraum.Lebanon erzählt von vier Jungen, die sich zuvor noch nie Gewalt gegenüber gesehen haben und plötzlich Menschen töten. Es ist ein Film über das Überleben von konkreter Todesgefahr, einer Situation, in der Grundinstinkte und menschliches Gewissen ihre Opfer fordern.
Samuel Maoz
Geboren 1962 in Tel Aviv, Israel. Zwischen 13 und 18 dreht er Dutzende von Kurzfilmen, ehe er in die israelische Armee eingezogen wird und im ersten Libanonkrieg in einem Panzer kämpft. 1987 beendet er sein Filmstudium an der Beit Zvi Kunstakademie und arbeitet seither als Regisseur bei Fernsehen, im Dokumentarfilm und im Theater. Lebanon ist sein Langfilmdebüt.
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