Copy Trading ist eine wichtige Ergänzung des Instrumentariums eines Händlers.
Dem 20%-Club beitreten.

Es ist ein sehr bekanntes Sprichwort in der Trading-Szene, dass „80 % der Trader verlieren“. Dies ist zwar eine relativ grobe Zahl, die bequem gerundet ist und eindeutig eher eine Worthülse darstellt als auf spezifischen Untersuchungen beruht, aber sie ist eher zutreffend als unzutreffend.

Für sich genommen vermittelt sie jedoch einen leicht irreführenden Eindruck. Sicher, sie suggeriert eindeutig, dass der Handel schwieriger ist, als viele glauben machen wollen, und impliziert, dass sich die Chancen zu Ihren Gunsten verschieben, je mehr Sie an Ihrem Handel arbeiten. Auf den ersten Blick erweckt es jedoch den Eindruck, dass es diese 20 % der Händler gibt, die da draußen sitzen und konstante Erträge erzielen. Das ist der Teil, den wir uns ansehen und berücksichtigen müssen.

Social Trading oder Copy Trading?

In den letzten Jahren sind vor allem zwei Produkte auf den Markt gekommen: Copy Trading und Social Trading. Die Begriffe werden sehr oft miteinander vermischt und das eine wird zur Beschreibung des anderen verwendet, aber in Wirklichkeit handelt es sich um zwei unterschiedliche Produkte.

Das Konzept des Social Trading wurde durch das Aufkommen der sozialen Medien vorangetrieben, daher der Name. In seiner einfachsten Form besagt es, dass man Algorithmen über den Inhalt sozialer Medien wie Finanzforen, Twitter und Facebook laufen lassen kann, um die allgemeine Meinung der Masse zu ermitteln, und dass diese allgemeine Meinung die richtige sein wird und somit profitable Handelsprognosen hervorbringt. Im Laufe der Jahre haben wir gesehen, wie viele solcher Produkte auf den Markt gebracht wurden und nach einer großen Aufregung im Stil des Silicon Valley wieder verschwunden sind.

Zunächst einmal wurde noch nie ein Algorithmus geschrieben, der mit britischem Sarkasmus und Zynismus umgehen kann. Wir könnten einen Tweet lesen, in dem es einfach heißt: „Diese Aktie ist großartig“, und während der Algorithmus dies als positive Stimmung speichert, erkennen wir sofort, dass der Poster sarkastisch ist.

Jeder, der schon einmal etwas Zeit in Finanzforen verbracht hat, weiß auch, dass ein Großteil des positiven Hypes, der auf eine bestimmte Meldung folgt, in der Regel nur die Masse ist, die dieselben Dinge nachplappert, in der blinden Hoffnung, dass sie einen Markt nach oben treiben werden. Illiquide Pennystocks vielleicht? Globale Märkte? Nein.

Makler traten in die Sphäre des sozialen Handels mit Heatmaps ein, die anzeigten, welche Märkte am beliebtesten waren und in welche Richtung ihre Kunden sie handelten. Aber diese Karten erregten nie wirklich Aufmerksamkeit, weil man nie wirklich wusste, wie diese Daten abgeleitet wurden, wie die Gewichtungen berücksichtigt wurden. Wurde die Anzahl der Trades angezeigt oder die Größe dieser Trades und welche Kunden? Wenn wir wissen, dass 80 % der Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt verlieren, was sagen uns diese Informationen dann wirklich?

Und der letzte Nagel im Sarg des Social Trading war wahrscheinlich die Erkenntnis, dass so viele Nachrichten in den sozialen Medien wie auch in den Mainstream-Medien gefälscht sind und der Begriff „Fake News“ Einzug in unseren täglichen Sprachgebrauch gehalten hat.

Dann haben wir Copy Trading. In seiner reinsten Form handelt es sich beim Copy Trading um reine, aktuelle Daten. Es geht nicht darum, einen Konsens zu analysieren oder ein Kollektiv ausfindig zu machen, das insgeheim den Markt steuert, sondern darum, echte Händler zu beobachten, die echte Geschäfte machen, und eine Entscheidung zu treffen, ob man einem oder mehreren dieser Händler folgen/kopieren soll. Dies ist wohl der Heilige Gral des modernen Handels. Zugang zu den reinen Live-Daten anderer Händler, so dass Sie sehen können, ob sie zu diesem „20%-Club“ gehören, und wenn ja, die Möglichkeit haben, sie zu kopieren, bis Sie das Gefühl haben, dass sie ihren Weg gemacht haben.